Rettende Schweiz? Flucht im Rheintal – Ausstellung im Museum Prestegg Altstätten
Tausende von Menschen – Jüdinnen und Juden, Oppositionelle, Zwangsarbeiterinnen, Zwangsarbeiter und Deserteure – versuchten zwischen 1933 und 1945 in die Schweiz zu fliehen. Wo sie Rettung erhofften, erwartete sie oft Abweisung oder ein jahrelanger Kampf um Asyl. Eine Ausstellung im Museum Prestegg in Altstätten (SG) widmet sich aktuell dem Thema.
Im August 1938 und nochmals im August 1942 schloss die Schweiz ihre Grenzen für Flüchtlinge. Insbesondere jüdische Menschen sollten nicht aufgenommen werden, egal ob sie sich aus dem Deutschen Reich, dem besetzten Frankreich oder schliesslich aus Italien vor der Vernichtung durch die Nazis und ihren Kollaborateuren retten wollten. Mit dem Fokus Rheintal erzählt die Ausstellung die Geschichten dieser Menschen und die ihrer zurückgebliebenen Familien im Kontext der schweizerischen Flüchtlingspolitik und beschreibt die Reaktionen der Bevölkerung, der Behörden, Grenzpolizisten, Hilfswerke und Fluchthelferinnen und -helfer.

Gemeinsam erinnern im Rheintal 1938−1945
Das Projekt «Gemeinsam erinnern im Rheintal 1938−1945» setzt sich aus drei Ausstellungen zusammen. Während die Ausstellung «Nah am Krieg. Liechtenstein 1939−1945» im Landesmuseum in Vaduz schon wieder abgebaut wurde, zeigt das Museum Prestegg neben der Ausstellung «Rettende Schweiz? Flucht im Rheintal» auch «Im Schatten des Krieges. Alltag im Rheintal»: Zwar lebte die Bevölkerung im St. Galler Rheintal kriegsverschont, doch der Krieg nebenan war ein ständiger Begleiter und hatte direkte Auswirkungen auf die Menschen. Zeitzeuginnen und -zeugen kommen ausführlich zu Wort.
Die Ausstellung ist bis zum 27. Januar 2027 zu sehen.
Mehr Informationen zu den Sonderausstellungen im Museum Prestegg finden sie hier: https://www.prestegg.ch/sonderausstellung.html Im Rahmen beider Ausstellungen gibt es diverse Begleitveranstaltungen. Das aktuelle Programm findet sich unter: www.gemeinsam-erinnern.ch
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